Es ist ein politisches und gesellschaftliches Armutszeugnis, dass Menschen in einem der reichsten Länder der Welt auf der Straße sterben müssen. Jahr für Jahr wiederholt sich dasselbe beschämende Bild: Erst wenn obdachlose Menschen erfrieren, wenn Leben verloren gehen, folgen Betroffenheitsreden, warme Worte und kurzfristige Notmaßnahmen. Doch nachhaltiger Wohnraum? Fehlanzeige.
Die Politik schaut zu, verwaltet das Elend und verschiebt Verantwortung, während Menschen nachts um ihr Überleben kämpfen. Wohnen ist ein Menschenrecht – kein Luxus und kein Gnadenakt. Es ist unerträglich, dass Obdachlosigkeit offenbar erst dann ernst genommen wird, wenn sie tödlich endet.
Während staatliche Stellen versagen, zeigen Initiativen wie Little Home, dass es auch anders geht. Der Verein schafft mit kleinen, würdevollen Unterkünften konkrete Hilfe und gibt Menschen auf der Straße ein Stück Sicherheit und Perspektive zurück. Little Home handelt – dort, wo die Politik seit Jahren wegschaut.
Die Frage ist nicht, ob Lösungen möglich sind, sondern warum sie politisch nicht konsequent umgesetzt werden. Wie viele Tote braucht es noch? Wie viele Winter? Wie viele Schlagzeilen?
Der Appell ist kein höflicher mehr, sondern eine klare Forderung: Schafft Wohnraum. Übernehmt Verantwortung. Handelt jetzt. Alles andere ist nichts als kalkuliertes Wegsehen.



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